Asthma und allergische Rhinitis – Gemeinsam unter Kontrolle
Die von Experten in Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erarbeiteten ARIA (Allergic Rhinitis and it’s Impact on Asthma)-Leitlinien empfehlen angesichts der engen Verwandtschaft der beiden Erkrankungen, Asthma und allergische Rhinitis gemeinsam zu behandeln, denn bei beiden Erkrankungen spielen die gleichen entzündlichen Prozesse in den Atemwegen eine Schlüsselrolle.
Liegen bei Ihnen beide Erkrankungen vor, ist die bestmögliche Behandlung eine kombinierte Behandlung. Sie erleichtert nachweislich sowohl die belastenden Asthmasymptome als auch die der allergischen Rhinitis.
Was hilft bei allergischer Rhinitis?
Antihistaminika Sie werden zur raschen Besserung der Beschwerden eingesetzt. Indem sie die Wirkung des bei einer allergischen Reaktion im Körper frei gesetzten Histamins herabsetzten, reduzieren sie Beschwerden wie Niesreiz, Fließschnupfen, tränende Augen und Juckreiz. Neuere Präparate machen in der Regel nicht mehr müde, von Fall zu Fall kann aber Müdikeit noch auftreten. Außerdem können Wechselwirkungen Medikamenten oder Nahrungsmitteln vorkommen. Vor der Anwendung von Antihistaminika sollten Sie deshalb immer Ihren Arzt oder Apotheker um Rat fragen.
Abschwellende Nasensprays Sie können helfen, eine verstopfte Nase wieder frei zu machen; generell sollten sie aber immer nur wenige Tage hintereinander angewendet werden.
Medikamente zur Vorbeugung Sie unterdrücken die allergische Reaktion und sorgen so dafür, dass es erst gar nicht zu allergischen Symptomen kommen kann. Wenn Sie unter einer Pollenallergie (Heuschnupfen) leiden, müssen Sie einige Wochen vor der Hochsaison der für Sie problematischen Pollen mit der Anwendung beginnen. Momentan stehen diese Medikamente als Augentropfen und Nasensprays zur Verfügung. Sie wirken jedoch nur, wenn sie korrekt angewendet werden. Einige dieser zur Vorbeugung eingesetzten Medikamente enthalten Kortison. Ist eine längerfristige Einnahme nötig, sollten Sie das immer mit Ihrem Arzt besprechen.
Asthma und allergische Rhinitis gemeinsam behandeln
Eine Behandlungsmöglichkeit für Patienten, die von leichtem bis mittelschwerem Asthma und gleichzeitig von einer allergischen Rhinitis betroffen sind, ist die Therapie mit einem so genannten Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten. Das verschreibungspflichtige Medikament blockiert die körpereigenen Leukotriene. Sie zählen zu den wichtigsten Botenstoffen der dem Asthma und der allergischen Rhinitis zugrunde liegenden Entzündungsprozesse in Lunge und Nase.
Die gemeinsame Behandlung von Asthma und allergischer Rhinitis mit nur einem Medikament hat den Vorteil, dass Sie nicht mehr so viele verschiedene Medikamente einnehmen müssen. Die gleichzeitige Behandlung beider Erkrankungen wird damit für Sie vermutlich um einiges einfacher. Ihr Arzt kann Ihnen sagen, wie sich Allergien auf Ihr Asthma auswirken und Ihnen dabei helfen, die für Sie richtige Therapie zu finden. Sprechen Sie ihn darauf an!
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