Häufige Fragen zu Asthma
Asthma-Patienten tauschen sich meist intensiv mit ihrem Arzt aus, um ihre Krankheit in den Griff zu bekommen. Darüber hinaus ist es jedoch hilfreich, die Antworten zu den wichtigsten Fragen im Überblick zu haben.
Fragen zur Einnahme von Medikamenten, zu einer allergenarmen Umgebung oder zu Asthma-Organisationen? Hier finden Sie die Antworten. Der kompakte Überblick soll Ihnen helfen, Krankheitssymptome zu reduzieren und wieder aktiver am Berufsleben oder Schulalltag teilzunehmen.
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Nehme ich meine Medizin vorschriftsmäßig ein? |
Einige Medikamente wie Steroidsprays wirken erst nach Tagen oder Wochen. Werden sie nur ab und zu genommen, können sie gar nicht wirken. Sehr viele der Asthma-Patienten halten sich bei der Medikamenteneinnahme nicht an die Anweisungen ihres Arztes. Eine Untersuchung, die AIRLife Studie, hat gezeigt, dass viele Patienten Angst vor Nebenwirkungen haben und sie die häufige Anwendung von Medikamenten stört. Würden sie ihre Medizin wie vorgeschrieben sorgsam und regelmäßig nehmen, könnten wahrscheinlich viele Krankenhausaufenthalte, möglicherweise sogar Todesfälle, vermieden werden.
Wenn Sie sich vor den Nebenwirkungen des Kortisons fürchten oder die Häufigkeit der Anwendungen reduzieren möchten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
Denken Sie immer daran: Die Medizin nach Vorschrift zu nehmen oder nach eigenem Ermessen – dieser kleine Unterschied ist vielfach ausschlaggebend dafür, ob man sich wohl fühlt oder in der Notaufnahme des Krankenhauses sitzt.
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Benötige ich andere Medikamente? |
Es gibt eine ganze Reihe von Medikamenten zur Behandlung von Asthma. Falls die von Ihnen verwendete Medizin nicht zu helfen scheint, ist ein anderes Medikament vielleicht besser geeignet.
Wird das Asthma durch eine Allergie ausgelöst, kann eine spezielle Allergiebehandlung unter Umständen die Symptome mindern. Fragen Sie Ihren Arzt danach.
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Ist etwas in meiner Umgebung der Auslöser? |
Die Hälfte aller erwachsenen Asthma-Patienten und 85 Prozent der betroffenen Kinder reagieren allergisch auf Stoffe oder Substanzen in ihrer Umgebung (Wohnung, Arbeitsplatz, Schule oder dort, wo man sich am meisten aufhält). Solange Sie nicht herausgefunden haben, ob etwas in Ihrem Umfeld das Asthma auslöst, lindern die verordneten Medikamente möglicherweise auch nicht ausreichend Ihre Beschwerden.
Sind in der Umgebung Auslöser vorhanden, auf die Sie reagieren, wirkt die Medizin häufig erst zufriedenstellend, wenn Sie den Kontakt mit den entsprechenden Allergenen vermeiden. Das können beispielsweise Pollen, Schimmelpilze, Hausstaubmilben oder Tierhaare sein. Ihr Arzt kann Ihnen bei der Suche nach den Auslösern mit einem Haut- oder Bluttest helfen.
Eine Vermeidung der Asthma-Auslöser verbessert die Krankheitssymptome. Die verordnete Menge an Medikamenten kann dadurch möglicherweise sogar verringert werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Wege, Asthmatrigger aus Ihrer Umgebung zu verbannen.
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Liegt die Ursache im Bereich meines Arbeitsplatzes? |
Bei 15 Prozent aller Patienten, die Asthma erst im Erwachsenenalter bekommen, sind Auslöser im beruflichen Umfeld dafür verantwortlich. Mehr als 200 Stoffe, mit denen man am Arbeitsplatz in Berührung kommen kann, sind dafür bekannt, Asthma auszulösen. Vor allem Müller, Bäcker, Tischler, Schreiner, Landwirte und Arbeiter in der Kunststoffindustrie sind betroffen.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber. Er kann Ihnen helfen herauszufinden, ob eine Substanz im Bereich Ihres Arbeitsplatzes die Ursache für Ihre Symptome ist. Wenn dies der Fall ist, müssen Sie sich von diesem Auslöser fernhalten.
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Bin ich ausreichend über die Krankheit Asthma informiert? |
Für Asthma-Patienten ist es wichtig zu lernen, mit ihrer Krankheit richtig umzugehen. Dazu gehört auch, offen mit dem Arzt darüber zu sprechen. Fragen Sie Ihren Arzt, wenn Sie unsicher sind, wenn Probleme auftauchen oder Sie etwas nicht verstehen. Er kann Ihnen dabei helfen, die Krankheit unter Kontrolle zu bekommen.
Dadurch können zum einen die Ausgaben für Medikamente gesenkt werden, zum anderen lassen sich die Ausfallzeiten am Arbeitsplatz oder in der Schule minimieren. Fragen Sie Ihren Arzt auch, ob er Ihnen Bücher oder Informationsmaterial empfehlen kann, damit Sie sich besser über die Krankheit informieren können.
Auf unserer Website finden Sie zum Thema Asthma reichhaltige Informationen zu
Ursachen und Besonderheiten,
Symptomen,
Diagnose,
Behandlung und
vorbeugenden Maßnahmen.
Die erfolgreichste Methode, mehr über die Erkrankung zu erfahren und besser mit ihr umzugehen, ist die Teilnahme an Patientenschulungsprogrammen. Diese gibt es für Kinder und Erwachsene. Wo Schulungen durchgeführt werden, erfahren Sie über die folgenden Organisationen:
Deutsche Atemwegsliga e. V.Burgstraße 12
33175 Bad Lippspringe
Telefon: 05252 / 93 36 15
Fax: 05252 / 95 36 16
Faxabruf: 05252 / 93 36 83
E-Mail:
Atemwegsliga.Lippspringe@t-online.deInternet:
www.atemwegsliga.de
Deutscher Allergie und Asthmabund e.V.Hindenburgstraße 110
41061 Mönchengladbach
Telefon: 02161 / 81 49 40
Fax: 02161 / 81 49 430
Internet:
www.daab.deE-Mail:
daab@vva.com
Patientenliga Atemwegserkrankungen e.V.Wormser Straße 81
55276 Oppenheim
Telefon: 06133 / 3543
E-Mail:
patientenliga@pharmedico.de
Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind e.V.Nassaustraße 32
35745 Herborn
Telefon: 02772 / 9287-0
Fax: 02772 / 9287-48
Internet:
www.aak.deEmail:
aak-ev@t-online.de
Deutsche Hilfsorganisation Allergie und Asthma e.V.Bonusstraße 32
21079 Hamburg
Telefon: 040 - 763 13 22
Telefax: 040 - 763 13 39
E-Mail:
dhaa-hamburg@t-online.de
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Kann ich die Schwere meiner Erkrankung richtig einschätzen? |
Für Patienten ist es oft schwer, ihren momentanen Krankheitszustand richtig einzuschätzen. Ein einfaches Gerät, der Peak-Flow-Meter, hilft ihnen, sich ein Bild zu machen. Bei dem Gerät handelt es sich um ein Plastikröhrchen, in das mehrere Male, mindestens aber zweimal am Tag, hineingepustet wird. Anhand einer Mess-Skala können Sie feststellen, ob Sie sich im "grünen Bereich" befinden oder ob eine ernst zu nehmende Verengung der Atemwege besteht.
Wie Sie richtig mit dem Peak-Flow-Meter umgehen, erklärt Ihnen Ihr Arzt. Er sagt Ihnen auch, was Sie tun müssen, wenn sich Ihr Asthma plötzlich verschlimmert.
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Habe ich Schwierigkeiten mit der Inhalationstechnik? |
Es ist manchmal nicht ganz leicht, mit Asthma-Inhalatoren richtig umzugehen. Viele Patienten machen dabei Fehler. Die benötigte Menge an Medizin gelangt dann nicht vollständig in die Atemwege, weil sich der Wirkstoff bereits im Mund und Rachenraum niederschlägt.
Eine Inhalationshilfe, ein so genannter Spacer, erleichtert den Umgang mit dem Inhalator, weil der Wirkstoff vor dem Einatmen vernebelt wird. Mit Hilfe des Spacers gelangt die Medizin tiefer in die Atemwege, also dorthin, wo sie gebraucht wird. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt zeigen, wie Sie mit dem Inhalator und Spacer richtig umgehen. Kommen Sie dennoch nicht mit der Inhalation zurecht, sollten Sie mit Ihrem Arzt über Alternativen sprechen.