Asthma schon in jungen Jahren – das ist für jedes zehnte Kind in Deutschland Realität. Die Vererbung spielt eine große Rolle: Sind beide Eltern Asthmatiker, wird ihr Kind mit einer Wahrscheinlichkeit von 60% ebenfalls Asthma entwickeln.
Spielen und herumtollen trotz Asthma
Zum Glück sind die meisten Kinder nicht ständig von Asthma betroffen. Zwischen den einzelnen Anfällen liegen oft tage- und wochenlange Etappen, in denen sie gänzlich frei von Symptomen, aber nicht gesund sind. Asthma ist eine chronische Krankheit, d. h. bei den meisten Patienten ist eine Heilung nicht möglich. Bei guter ärztlicher Betreuung können Asthmatiker aber mit relativ wenigen Einschränkungen leben – gerade bei den Kleinen ein wichtiges Ziel der Therapie.
Bei vier von fünf Kindern mit Asthma lösen körperliche Anstrengungen wie Laufen oder Spielen einen Anfall aus, so dass eine medikamentöse Behandlung notwendig ist. Deshalb ist gerade für Schulkinder die Verabreichung in Form einer neuen Kautablette von Vorteil, die nur einmal pro Tag genommen werden muss.
Familien mit erblicher Vorbelastung sollten für ihre Kinder alle heute bekannten, vorbeugenden Maßnahmen ergreifen, die der Ausbildung einer Allergie entgegenwirken. Die Symptome und die Auslöser des allergischen Asthmas sind ähnlich wie bei Erwachsenen.
Der Allergie-Entwicklung vorbeugen
Mehrere Studien haben gezeigt, dass in der frühesten Kindheit Nahrungsmittel allergieauslösend wirken können. Daher sollten Frauen mit allergischer Belastung in der Familie soweit möglich Folgendes berücksichtigen:
Das Baby sechs Monate lang ausschließlich stillen.
Falls nicht so lange gestillt werden kann, auf allergiearme Milchersatzprodukte umsteigen - so genannte hypoallergene oder HA-Produkte.
Anschließend langsam Nahrungsmittel zufüttern - pro Woche ein neues Lebensmittel.
Als allergieauslösend bekannte Nahrungsmittel nicht vor dem ersten Lebensjahr zufüttern. Dies sind vor allem Eier, Vollmilch, Soja, Weizen, Nüsse und Schokolade.
STICHWORT
Haustiere
Dringend zu empfehlen ist der Verzicht auf Haustiere, da die Gefahr, dass Kinder auf Tierhaare allergisch reagieren, hoch ist. Es genügt nicht, das Tier nur aus dem Kinderzimmer zu "verbannen".
In der Schwangerschaft ist es eigentlich selbstverständlich, auf Zigaretten zu verzichten. Doch auch nach der Geburt bedeutet das passive Mitrauchen für die Kleinen eine erhöhte Allergiegefahr. Generell sollte die Wohnung allergenarm gestaltet werden. Um Allergene in der Wohnung zu vermeiden, sollten Sie diese mit Parkett oder wischbaren Böden auslegen und wenige "Staubfänger" sowie keine Zimmerpflanzen aufstellen.
Pollenflug
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Selbsttest
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