Bei der Einteilung der Schweregrade seitens der
Deutschen Atemwegsliga gilt als erste Stufe das nur gelegentlich auftretende (in Fachkreisen "intermittierend" genannte) Asthma, wobei Beschwerden höchstens zweimal pro Woche auftreten. Hier reicht es aus, im Bedarfsfall Beta-Sympathomimetika (krampflösende Medikamente) einzunehmen.
Beobachtet man die Symptome häufiger (Stufe 2), gelegentlich auch nachts, so empfehlen die Experten eine dauerhafte Behandlung mit Inhalationswirkstoffen, die die Entzündung bekämpfen, zum Beispiel Kortison oder DNCG/Nedocromil. Zusätzlich stehen auch die so genannten Leukotrien-Rezeptorantagonisten zur Verfügung, die als Tabletten eingenommen werden.
Treten die Beschwerden häufiger auf oder vorwiegend nachts (Stufe 3), so sollte nach dem Rat der Experten zusätzlich ein länger wirksames Beta-Mimetikum, ein Leukotrien-Rezeptorantagonist oder ein Theophyllin-Medikament verwendet werden. Damit bleiben die Atemwege dauerhaft erweitert.
Schweres Asthma mit ausgeprägter Beeinträchtigung der Lungenfunktion und einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität kennzeichnet Stufe 4. Hier wird die Entzündung zusätzlich durch Kortison-Tabletten gehemmt.
Je nach Symptomen und Lungenfunktion (Forciertes expiratorisches Volumen in 1 Sekunde [FEV1] bzw. Peak Expiratory Flow [PEF]) lassen sich die vier Schweregrade des Asthmas wie folgt unterscheiden.