Kortison bekämpft Asthma-Symptome sehr wirksam. Inhaliert wirkt Kortison nahezu ausschließlich in der Lunge selbst, die gefürchteten Nebenwirkungen bleiben aus. In Tablettenform ist Kortison als letzter Schritt der Behandlung im Stufenplan vorgesehen.
Inhaliert ist Kortison weniger schädlich
Kortison ist ein natürliches Glukokortikoid, ein körpereigenes Hormon, das in den Nebennieren gebildet wird. Es wirkt antientzündlich und unterdrückt überschießende Immunreaktionen. Beide Effekte wirken sich bei der Behandlung von Asthma positiv aus. Eine Langzeittherapie mit Kortison reduziert die Zahl der Anfälle. Die neuen inhalierbaren Kortisone, die in der Asthma-Therapie eingesetzt werden, wirken nahezu ausschließlich in der Lunge selbst und kaum im übrigen Körper. Bei der üblichen Dosierung treten jene gefürchteten Nebenwirkungen nicht auf, die sich mit der Einnahme von Kortisontabletten verbinden. Allerdings zeigen sich bei nicht ganz sachgemäßer Anwendung auch bei der Kortisoninhalation gelegentlich Nebenwirkungen in Form von Heiserkeit und Pilzbefall im Rachenraum (Soor).
Kortisontabletten
In Tablettenform kann Kortison bei langfristiger Einnahme allerdings Nebenwirkungen verursachen. Dazu gehören verschlechterte Wundheilung, Rückgang der Knochendichte, Magenblutungen, Linsentrübung, Anstieg des Blutzuckers, Gewichtszunahme, psychische Störungen und bei Kindern Wachstumsstörungen. Deshalb bleibt die Einnahme von Kortisontabletten im Stufenplan der letzte Schritt der Behandlung.
Literatur:
MSD Manual Handbuch Gesundheit. Medizinisches Wissen und ärztlicher Rat für die ganze Familie, Mosaik Verlag, München, 1999.
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